Donnerstag, 11.04.2019

11.4.2019: Ubud – eine balinesische Tourismushochburg

Bali und der Tourismus – für viele dann doch eine unlösbare Verbindung. Im Gegensatz zu manchen anderen indonesischen Inseln ist Bali in Bezug auf sein naturräumliches Potenzial wirklich gesegnet worden. Denn nicht nur mit dem Wasser, was den Reisanbau ermöglicht hat, kam der Wohlstand auf die Insel: In Zeiten der Globalisierung, der ständigen Wohlstandssteigerungen in unserer westlichen Welt und der immer effektiveren und damit günstigeren Transportmittel sind exotische Inseln wie Bali zu beliebten Tourismusdestinationen geworden. Traumstrände, exotische Kultur und unberührte Natur sind häufig die „Türöffner“ auf dem Weg zum Tourismus. Alles das bietet die Insel Bali und heute konnten wir ein Einblick in zwei besondere „Tourismusattraktionen“ gewinnen: der Tegenungan Wasserfall und der Affenwald in Ubud. An diesen Orten, die in der Tat besondere natürliche Gegebenheiten vorweisen, – fluviale Prozesse eines Wasserfalls bzw. die besondere Regenwaldvegetation mit seinem Stockwerkbau und dem besonderen Nährstoffhaushalt – sind die Auswirkungen des Tourismus überdeutlich sichtbar – positiv als auch negativ. Im Tourismussektor wird viel Geld verdient, aber entscheidend ist, wo dieses Geld bleibt. Ein deutscher Hotelbesitzer beispielsweise erwirtschaftet Werte, die in unser deutsches Bruttonationaleinkommen einfließen. Werden allerdings einheimische Arbeitskräfte eingestellt und Bautätigkeiten durch ortsansässige Firmen durchgeführt, so gibt es durchaus Durchsickerungseffekte bis zur lokalen Ebene. Das heißt nun, dass jeder Tourist bei der Wahl des Ziels im Vorwege entscheiden sollte, wen er unterstützen möchte. Weiterhin liegt es bei den Touristen, in wie weit er kulturelle Veränderungen fördern möchte, wenn er erwartet, dass in seinem Urlaub dann doch alles so ist wie zu Hause. Leider stellt sich an fast allen Tourismusorten früher oder später eine Stagnation bzw. ein Rückgang bei den Touristenzahlen ein, wenn nämlich nach der Initiationsphase durch Individualtouristen der Massentourismus massiv in die Kultur eingreift und zunächst nur noch Ruheständler den „billigen“ Pauschaltourismus nutzen und später sogar die Touristen ganz ausbleiben, weil eine Region oder ein Land seine Einzigartigkeit (kulturell wie ökologisch) verloren hat. Die Folge sind häufig "Hotelburgen", die nur noch billige Masse, aber keine Klasse mehr bieten. Glücklicherweise sind derartige Entwicklungen noch nicht überdeutlich erkennbar.

So, genug der negativen Worte über den Tourismus – Fakt ist, er kann für Wohlstand und für eine Verbesserung der Entwicklungssituation in einer Region sorgen. Die Touristen und die jeweiligen Planungsorgane haben es in der Hand, ob sich ein langfristiger Erfolg einstellt oder nur das „schnelle Geld“ für wenige.

 

Ich freue mich, auch heute ein „Extra“ aus den Gastfamilien zu präsentieren zu dürfen – heute von Mika Eero Steinfeld, vielen Dank!

 

Leben bei den Gastfamilien

Ich weiß nicht, ob es nur bei mir so ist, aber ich habe das Schlafzimmer der Eltern bekommen. Das hat mich sehr komplett geschockt, weil ich auch mein eigenes Bad bekommen habe. Eigentlich habe ich erwartet, dass ich mir mit Abed ein Zimmer teilen werde und das Klo von allen genutzt wird.
Am ersten Tag wurde ich wirklich herzlich begrüßt und dann sind wir auch schon direkt los in die Stadt gefahren zum Essen, dies haben wir bei dem Beachwalk gemacht; dort gab es verschiedene Gerichte aus asiatischen Ländern an kleineren Ständen zu kaufen. Danach sind wir auch noch zum Einkaufen gefahren, dort wurde ich direkt gefragt, ob ich Brot oder irgendetwas in der Art für das Frühstück bräuchte. Ich habe mich aber für Nasi Goreng oder auch gebratenen Reis entschieden. Am Morgen wurde ich dann auch noch eingeladen mit der Familie vor der Schule zu beten. Ich wurde meistens von Abed um 6 Uhr geweckt, falls ich noch nicht wach war.

Am letzten Abend also der 10.4 war eigentlich der Plan Ayam Goreng zum Abendbrot zu essen, aber Abed und ich wurden eigenladen zu MC Donalds zu den anderem zu gehen, um dort zu essen.